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Benjamin Netanjahu

Der israelische Politiker Benjamin Netanjahu gehört dem konservativen Likud-Block an. Zurzeit bekleidet er das Amt des Ministerpräsidenten. Netanjahu war bereits von 1996-1999 Ministerpräsident und in den Jahren 1998 und 2002-2003 hatte er das Amt des Außenministers inne. Ebenfalls bekleideter er schon das Amt des Finanzminister, welches er allerdings im Sommer 2005 aufgrund von Protesten gegen die Siedlungspolitik der Scharon Regierung niederlegte.

Herkunft Netanjahus

Als Sohn von Zila und Benzion Netanjahu wuchs er, obwohl in Israel geboren wurde, in Cheltenham im US-Bundesstaat Pennsylvania auf. Eine fundierte und gute Ausbildung hat Netanjahu zweifellos vorzuweisen. Er hat einen High-School-Abschluss und besitzt zudem den Bachelor of Science in Architektur, den Master of Science in Management und hat zudem politische Wissenschaften in Harvard studiert. Zudem ist er als Autor mehrer Bücher, besonders in Israel bekannt, welche sich mit dem Thema des internationalen Terrorismus auseinander setzen.

Politische Karriere

Ariel Scharon, welcher den Vorsitz der konservativen Likud inne hat, ernannte Netanjahu 2002 zum Außenminister. Im selben Jahr forderte er den Vorsitz der Partei, scheiterte allerdings damit und wurde nach den Wahlen 2003 zum Finanzminister. Dies akzeptierte er und arbeitete so unter der Regierung Scharons.

Innerhalb der Partei gilt Netanjahu als Hardliner und gilt als offenkundiger Gegner des unabhängigen Palästinenserstaates. Er möchte die eine Selbstverwaltung etablieren, welche unter israelischer Kontrolle steht. Dennoch stimmt er für den Scharon Plan, gilt aber innerhalb der Partei als Konkurrent des Parteichefs. Innerhalb seiner Zeit als Finanzminister versuchter er vor allem die Wirtschaft aus der schwierigen Lage zu retten, in welche während der Al-Aqsa-Intifada geraten war. Hierbei betrieb der Minister eine sehr wirtschaftsliberale Politik. Nach dem Beschluss des Kabinetts israelische Siedler aus dem Gazastreifen abzuziehen, erklärte Netanjahu seine Rücktritt. Dies wäre der falsche Weg für Israel. Der Aktienmärkte reagierten mit Kursverlusten.

Nach seinem Rücktritt strebte er die Fusion der konservatien Likud Partei mit der Partei Jisra’el Beitenu an, was jedoch nicht gelang. Ins Ministerpräsidentenamt kehrte er 2006 zurück und wurde schließlich 2007 zum Vorsitzenden der Partei gewählt. Nach den Wahlen zum 18. Knesset 2009, wurde der Minister mit der Regierungsbildung beauftragt. Die Likud landete mit 27 Mandaten hinter den Kadima, welche 28 Mandate erhalten hatten. Ab 2009 regierte eine Koalition, in welcher er als Ministerpräsident mitwirkte. Die Koalition bestand aus vier Parteien: Der konservativen Likud, einer Arbeiterpartei unter dem Parteichef Ehud Barak und der Jisra’el Beitenu Partei von Avigdor Lieberman. Letztes Teil der Regierung war die orthodoxe Shas-Partei Partei.

Benjamin Netanjahu ist bis heute amtierender Ministerpräsident Israels und betreibt die vorgezeichnete Richtung seiner Politik weiter. Er ist eine der Konstante der letzten Jahrzehnte innerhalb der israelischen Politik.